Kanton Zug: Geozug und iNovitas digitalisieren Strassennetz
19.05.2026
MEDIENMITTEILUNG | Baden/Baar, 19. Mai 2026
Digitale Abbildung des Strassennetzes im Kanton Zug schafft Grundlage für moderne Infrastrukturplanung
Die Geozug Ingenieure AG und die iNovitas AG treiben die Digitalisierung der Verkehrsinfrastruktur im Kanton Zug voran: Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit entsteht ein flächendeckender digitaler Zwilling des Strassennetzes. Die hochpräzisen 3D-Bilddaten mit Raumbezug bilden eine zentrale Grundlage für Verwaltungen, Ingenieurbüros und Versorgungsunternehmen. Fachstellen erhalten die Möglichkeit, die Daten mit darauf aufbauenden digitalen Softwarewerkzeugen zu lizenzieren und für Anwendungen im Bereich Planung, Bau und Unterhalt zu nutzen.
Die Datenerfassung erfolgt unabhängig von einzelnen Auftraggebenden im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der Geozug Ingenieure AG und der iNovitas AG. Ab Juni 2026 wird der Strassenraum des Kanton Zug mittels hochpräzisen Kamera- und Sensorsystemen digital erfasst. Die georeferenzierten Daten werden in Form von Punktwolken und hochauflösenden 3D-Bilddaten im WebGIS GO (= Geodaten Online) und der infra3D Platform verfügbar gemacht. Damit erhalten autorisierte Verwaltungen, Ingenieurbüros und andere Fachstellen Zugang zu einem durchgehenden und aktuellen Datenbestand, der das Management von Infrastrukturbauten im Strassenraum über den gesamten Lebenszyklus unterstützt. Die Digitale Strasse lässt sich nahtlos in bestehende GIS- und IT-Systemlandschaften integrieren.
Digitale Datengrundlage für Verwaltung, Planung und Bau
Mit der digitalen Strasse entsteht eine breit nutzbare Datengrundlage. Neben klassischen Vermessungs- und Planungsaufgaben eröffnen die georeferenzierten 3D-Bilddaten neue Potentiale für KI-gestützte Analysen. Etwa zur Bewertung des Strassenzustands oder Inventarisierung von Infrastrukturobjekten. Weitere Anwendungsbeispiele sind Simulationen oder die Vorbereitung von Bauprojekten direkt im digitalen Raum. Gemeindeverwaltungen greifen auf präzise Informationen für Planung, Unterhalt und Dokumentation ihrer Infrastrukturen zu. Ingenieur- und Planungsbüros führen Analysen und Projektierungen effizienter durch, während Versorgungsunternehmen die Daten für Planung und Betrieb ihrer Netze einsetzen.
Nachhaltigere Prozesse im Infrastrukturmanagement
Virtuelle Feldbegehungen in infra3D reduzieren den Bedarf an Vor-Ort-Begehungen. Zahlreiche Arbeitsschritte werden in den digitalen Strassenraum verlagert. Das senkt Kosten und schont Ressourcen. Auf den Daten aufbauende Anwendungen ermöglichen eine weitgehende Automatisierung und Effizienzsteigerung von Inspektions- und Dokumentationsprozessen. Gleichzeitig schaffen die kontinuierlich verfügbaren und standardisierten Daten eine transparente und verlässliche Basis für langfristige Planungen und Investitionsentscheide.
Die Geozug Ingenieure AG und die iNovitas AG nutzen die Synergien in der Zusammenarbeit, um mit diesem gemeinsamen Projekt eine zukunftsfähige Grundlage für ein integriertes und datenbasiertes Infrastrukturmanagement im Kanton Zug zu schaffen. Mit der Digitalisierung des kantonsweiten Strassennetzes entsteht ein erkennbarer Mehrwert für alle beteiligten Akteure entlang der Wertschöpfungskette – vor allem in Bezug auf Prozessoptimierung und Datenqualität. Nach der flächendeckenden Digitalisierung der Strasseninfrastruktur in der Ostschweiz und im Zürcher Oberland ist dies das dritte Grossprojekt, welches iNovitas in Zusammenarbeit mit ihren Partnerunternehmen umsetzt.
Personen und Fahrzeugkennzeichen werden anonymisiert
Die Erfassung erfolgt ausschliesslich auf öffentlichen Strassen, datenschutzkonform und ohne Einschränkungen für den Verkehr. Personen und Fahrzeugkennzeichen werden unkenntlich gemacht, Rückschlüsse auf Einzelpersonen sind keine möglich. Die erfassten Daten stehen ausschliesslich autorisierten Fachpersonen oder Verwaltungsstellen mit entsprechender Berechtigung zur Verfügung und sind nicht öffentlich einsehbar.
Mehr Informationen zur digitalen Strasse und Zugang zu den Daten unter: infra3d.com.


